Mentale Stärke und Entscheidungskraft - Führung beginnt in dir
- Claudia Detjen

- 31. Juli 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 3. Aug. 2025

Wir entscheiden täglich – aber oft auf Autopilot. Warum echte Führung nicht darin besteht, alles richtig zu machen, sondern bewusst neu zu entscheiden und wie mentale Statik dir dabei hilft, zeigt dieser Artikel für Entscheider:innen im Wandel.
Führung ist Entscheidung. Nicht irgendwann. Sondern täglich. Im Kleinen wie im Großen. Im Job wie im Privatleben. Jeden Tag treffen wir hunderte Entscheidungen – die meisten davon unbewusst.
Ob du aufstehst oder liegen bleibst. Was du zuerst machst: Zähneputzen oder Duschen. Ob du frühstückst – und wenn ja, was und wo. Kleinigkeiten, ja. Aber Entscheidungen.
Und genau darin liegt das Problem: Wir denken, die kleinen Entscheidungen zählen nicht. Doch sie formen dein Denken. Dein Verhalten. Deinen Charakter. Und sie entscheiden, wie du auch große Dinge angehst – strategische Weichenstellungen, Budgetvergaben, Personalentscheidungen.
Denn: Wer sich privat mit halben Entscheidungen durchmogelt, entscheidet im Business nicht besser – nur formeller.
Die Macht der Muster
Viele Führungskräfte treffen Entscheidungen nicht bewusst, sondern vertraut:
auf das, was bisher funktioniert hat
auf das, was bequem ist
auf das, was "nach außen gut aussieht"
Doch was gestern funktionierte, kann heute blockieren. Das Prinzip der Entscheidung folgt dem Gesetz von Ursache und Wirkung: Jede Entscheidung ist eine Ursache. Und wer täglich dieselben Ursachen setzt, darf sich nicht wundern, wenn sich nichts verändert.
„Der Mensch ist ein Narr, der jeden Tag das Gleiche tut und andere Ergebnisse erwartet.“– Albert Einstein
Entscheidungsmuster entstehen früh – und wirken tief
Schon im Kindergarten lernen wir:Wer anders ist, wird korrigiert. Wer nicht funktioniert, wird gebremst.Was folgt, ist ein Leben im Sicherheitsmodus.
Viele Entscheidungen, die heute in Vorstandsetagen getroffen werden, sind nichts anderes als die verlängerte Hand von alten Prägungen, Angstmustern oder vermeintlicher Vernunft. Rationale Gründe sind oft emotional motivierte Ausreden.
Was passiert, wenn du nicht neu entscheidest?
Du bleibst:
in einer Partnerschaft, die längst keine ist
in einem Zuhause, das dich auslaugt
in einem System, das dich klein hält
in einem Job, der nur noch "funktioniert"
Und genau aus dieser inneren Komfortzone entscheidest du dann auch im Business: Risikoarm. Vorausschauend. Berechenbar. Und oft: wirkungslos.
Gute Entscheidungen brauchen mentale Statik
Wer kraftvoll führen will, braucht ein stabiles inneres Fundament. Ein emotionales Gleichgewicht. Eine mentale Statik.
Denn eine Entscheidung ohne Statik ist wie ein Haus ohne Fundament: Sie hält dem ersten Gegenwind nicht stand.
Mentale Statik bedeutet:
Du bist in dir verankert
Du weißt, was dir wichtig ist
Du erkennst, wann dein altes Entscheidungsmuster nicht mehr trägt
Und du hast die innere Stabilität, es anders zu machen – heute
Führung bedeutet: Jeden Tag neu zu entscheiden
Stell dir vor, du würdest heute einfach alles mal anders machen:
Einen anderen Weg zur Arbeit
Einen anderen Tagesrhythmus
Eine kleine Entscheidung neu denken
Du würdest merken, wie ungewohnt – und gleichzeitig befreiend – das ist. Denn so fühlt sich Wachstum an: erst verwirrend, dann klar.
Gute Entscheidungen kommen nicht aus der Routine. Sie kommen aus der Bewusstheit.
Die innere Führung ist dein Navigationssystem
Und wie jedes Navi braucht auch dein inneres System regelmäßig ein Update. Denn die Welt dreht sich weiter. Was gestern galt, ist heute überholt.
Wer heute entscheidet wie vor 5 Jahren, gefährdet nicht nur seine Karriere –sondern vor allem seine innere Klarheit.
Führung heißt nicht: Immer alles wissen. Führung heißt: Heute bereit sein, anders zu entscheiden als gestern.
Führung braucht die entscheidung, heute anders zu entscheiden als gestern
Gute Entscheidungen entstehen nicht im Außen, sondern in dir. Sie brauchen innere Klarheit, emotionale Wahrhaftigkeit und die Bereitschaft, auch unbequeme Wege zu gehen.
Wer im Außen stark führen will, muss im Inneren frei entscheiden können.
Dafür braucht es mentale Führung, Bewusstheit – und manchmal: ein ehrliches Reset.
Wenn du als Entscheider:in bereit bist, deine inneren Entscheidungsmuster zu reflektieren und deine mentale Statik neu auszurichten, begleite ich dich gern.
Denn wahre Führung beginnt mit einer Entscheidung: deiner.






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